Gerwald Rockenschaub

Gerwald Rockenschaub

-

Gerwald Rockenschaub

Gerwald Rockenschaub

Press release

Wir freuen uns, nach zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen und einer Einzelausstellung in unserer Pariser Galerie (aus der wir das zentrale Werk, eine monumentale aufblasbare Skulptur, und ein Folienbild in die permanente Sammlung des Centre Pompidou platzieren konnten) die erste Einzelausstellung des österreichischen Künstlers Gerwald Rockenschaub in unserer Salzburger Galerie zu präsentieren.

 

Gerwald Rockenschaub wurde 1952 in Linz geboren, studierte von 1978-82 bei Prof. Herbert Tasquil an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien zusammen mit Herbert Brandl und Otto Zitko, und lebt heute in Berlin.

Rockenschaubs Kunst, von ihm selbst als „urban soul research” und „funky minimal” bezeichnet, stellt einen der gewichtigsten und richtungs- weisesten Beiträge zu Konzept- und Minimal-Kunst dar. In konsequenter Weiterentwicklung dieser beiden Kunstströmungen und seinem Interesse für Popkultur hat der Künstler eine Farben-und Formensprache entwickelt, die sich in unserer Ausstellung einerseits in acht neuen seiner seit einigen Jahren bekannten „Folienbildern" manifestiert; andererseits hat Rockenschaub neue Plexiglaswerke geschaffen, die zwischen Tafelbild und Wand-Objekt oszillieren: mal gänzlich monochrom, mal transparent mit und ohne Löchern, mal gepunktelt - eben funky minimal. Das Hauptwerk der Ausstellung ist ein 2 m hoher und 8 m langer Tunnel aus transparentem Plexiglas und Edelstahl, der sich über drei Räume der Galerie erstreckt und „eingebettet“ ist in hellblaue Wandmalerei.

 

Gerwald Rockenschaub hat Österreich 1989 auf der Biennale von Sao Paolo und 1993 auf der Biennale von Venedig vertreten. Zu seinen wichtigsten institutionellen Ausstellungen zählen 1992 das Kunstmuseum Luzern, 1994 die Wiener Secession, 1999 der Kunstverein Hamburg und 2100 GAM Turin und die BAWAG Foundation Wien.

Der Schweizer Marcus Geiger, dessen Werk wir erstmals in der Galerie zeigen, wurde 1957 in Muri bei Bern geboren. Er studierte von 1978-82 an der Akademie am Schillerplatz in Wien Bühnenbild bei Prof. Lois Egg. Peter Kogler und Heimo Zobernig waren Studienkollegen von ihm.

 

Marcus Geigers Werk darf ebenfalls der Minimal- und Konzeptkunst zugeordnet werden, jedoch ist seine Annäherung eine gänzlich andere: seit er 1988 das Thema Frottee für sich entdeckte, hat der Künstler Bilder und Skulpturen aus dem Material gemacht, die voll eigensinnigem Humor und introvertierter Ironie einerseits Grössen wie Blinky Palenno und lmi Knoebel zitieren, andererseits ist in seinem Oeuvre immer eine sozialkritisch-politische Komponente spürbar: Marcus Geiger überzieht Panzermodelle und Matratzen mit buntem Frottee, schafft Skulpturen aus banalen Alltagsgegenständen wie Plastikeimern oder Klopapierrollen, oder er malt die Wiener Secession rot an (2001).

 

Seine wichtigsten Ausstellungen in den letzten Jahren: 1994 Grazer Kunstverein, 2000 Kunstmuseum St. Gallen, 2001 Secession und Österreichische Galerie im Oberen Belvedere, Wien. Für Mai dieses Jahres ist in der BAWAG Foundation in Wien eine Gemeinschaftsausstellung mit Peter Kogler in Planung.